Warnung vor...

Hier seid Ihr immer auf dem aktuellsten Stand.
Benutzeravatar
casaBARcardi
Rumverwalter
Rumverwalter
Beiträge: 1177
Registriert: Mi 10. Feb 2016, 06:24
Wohnort: Wilhelmshaven
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 120 Mal

Warnung vor...

Beitragvon casaBARcardi » Di 18. Apr 2017, 23:53

Hey Leute ! Dies ist der "Warnung vor..." Thread. Hintergrund - ich habe über verschiedene Kanäle Kenntnis von einem dreisten Betrug bekommen der den Käufer mal eben über 1000 Euro gekostet hat !!!

Der hat auf EBay in Italien bei dem Verkäufer "selosse70" einen Velier Caroni 1983 gekauft und nur Zeitungen und nen leeres Marmeladenglas bekommen !!!

Hinter "selosse70" verbirgt sich ein "Davide Savoia". Also Leute, nix von dem kaufen !
"Ein Rum vor 10 macht einen nicht zum Alkoholiker, sondern zum PIRATEN!" :pirat_saber_parrot:

Sample-Liste: casaBARcardi Samples
Aktuelle FT: FT Mount Gay und Appleton

Benutzeravatar
BamBam
Obermaat
Obermaat
Beiträge: 166
Registriert: Sa 24. Dez 2016, 04:59
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon BamBam » Mi 19. Apr 2017, 04:55

Unglaublich, was die Leute heute alles machen. :ekel: :down: :ekel:

Benutzeravatar
Flo
Fähnrich
Fähnrich
Beiträge: 573
Registriert: Mo 28. Nov 2016, 17:53
Wohnort: Der echte Norden
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 54 Mal
Kontaktdaten:

Re: Warnung vor...

Beitragvon Flo » Mi 19. Apr 2017, 10:28

Ganz generell bieten sich die Velierabfüllungen dafür aber leider auch an. Extrem hohe Erlöse und durch die dunklen Flaschen leider auch leichter zu faken als andere. Gut, spielte in diesem Fall keine Rolle, sollte man aber imho dennoch bedenken, wenn man sich überlegt so viel Geld für so eine Flasche auszugeben. Und es wird ja auch nicht alles sofort geöffnet.

SecondDram
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 366
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 17:33
Hat sich bedankt: 50 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon SecondDram » Mi 19. Apr 2017, 11:37

Hie ging es anscheinend noch nicht mal um einen Fake. Sondern um den Betrügerklassiker: "Der stinkende Turnschuh statt dem gewünschten Auktionsartikel"...

Am besten/sichersten ist immer noch der Kauf beim bekannten Händler oder beim seriösen Forenmitglied, z. B. bei casa :)
Spiel mir das Lied vom Malt...

I’m a poor lonesome cowboy, I’m a long long way from home...

splashi007
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 440
Registriert: Do 22. Dez 2016, 15:13
Wohnort: Baden-Württemberg
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon splashi007 » Mi 19. Apr 2017, 12:07

Wahrscheinlich hatte der Verkäufer auch kein PayPal angeboten. Kostet leider für Verkäufer auch eine Gebühr. Dafür kann man sich als Käufer aber absichern. Keine/flasche Ware - Geld zurück. PayPal ist da ziemlich zuverlässig und auf Seiten des Käufers falls der Verkäufer nichts vorweisen kann.

Benutzeravatar
bossi
Fähnrich
Fähnrich
Beiträge: 724
Registriert: Mi 23. Nov 2016, 09:27
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 17 Mal
Kontaktdaten:

Re: Warnung vor...

Beitragvon bossi » Mi 19. Apr 2017, 12:12

splashi007 hat geschrieben:Wahrscheinlich hatte der Verkäufer auch kein PayPal angeboten. Kostet leider für Verkäufer auch eine Gebühr. Dafür kann man sich als Käufer aber absichern. Keine/flasche Ware - Geld zurück. PayPal ist da ziemlich zuverlässig und auf Seiten des Käufers falls der Verkäufer nichts vorweisen kann.


ich kenn mich bei transaktion überhaupt nicht aus, da ich bei privatkauf übers internet noch keine erfahrung habe, ABER:

heißt das nicht im umkehrschluss, dass man auch als käufer betrügen kann? ich kauf so einen velier und behaupte hinterher, dass da nur ein marmeladen glas drin war und fordere bei paypal mein geld zurück?!

splashi007
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 440
Registriert: Do 22. Dez 2016, 15:13
Wohnort: Baden-Württemberg
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon splashi007 » Mi 19. Apr 2017, 12:20

Puh, da bin ich überfragt wie das dann läuft.
Bin eher (ehrlicher) Käufer und hatte bisher nur einmal ein Problem mit einer Privatperson und zwei mal mit Händlern. Das eine mal ging es um Fälschungen die mir zugesand wurden. Verkäufer bei Ebay gemeldet, die meinten aber dann dass der Fall wegen Geringfügigkeit eingestellt wird und das aus Kulanz erstattet wurde. War für mich finanziell okay, auch wenns nur 10€ waren aber es ging ums Prinzip. Wenn der Verkäufer dann noch hinterher noch feilschen will...

Benutzeravatar
StrumMyDrumWithRum
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 357
Registriert: Fr 18. Nov 2016, 20:54
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon StrumMyDrumWithRum » Mi 19. Apr 2017, 12:34

bossi hat geschrieben:
splashi007 hat geschrieben:Wahrscheinlich hatte der Verkäufer auch kein PayPal angeboten. Kostet leider für Verkäufer auch eine Gebühr. Dafür kann man sich als Käufer aber absichern. Keine/flasche Ware - Geld zurück. PayPal ist da ziemlich zuverlässig und auf Seiten des Käufers falls der Verkäufer nichts vorweisen kann.


ich kenn mich bei transaktion überhaupt nicht aus, da ich bei privatkauf übers internet noch keine erfahrung habe, ABER:

heißt das nicht im umkehrschluss, dass man auch als käufer betrügen kann? ich kauf so einen velier und behaupte hinterher, dass da nur ein marmeladen glas drin war und fordere bei paypal mein geld zurück?!



Nur mal angenommen, ich hätte so eine teure Flasche bei Ebay gekauft, würde ich die Sendung nur in der Filiale abholen. Direkt fotografieren, damit man sieht, dass das Paket nicht vorher geöffnet wurde und in der Filiale unter den Augen des Postbeamten öffnen.
Als Verkäufer würde ich das Paket vor Zeugen verpacken, die mich dann auf dem Weg bis zur Abgabe des Paketes in der Filiale begleiten. Außerdem würde ich Fotos beim Verpacken machen mit offenem Paket, wo noch das Gewicht zu sehen ist.

Bei Angeboten aus Italien muss man generell immer sehr sehr vorsichtig sein. Gilt auch für Whisky. Und sowas dann über das Internet zu bestellen, ist immer höchst riskant. Ob im Endeffekt dann nur Wasser mit Zuckerkulör drinne ist, wei´ß man wohl eh erst 10 Jahre später, wenn man die zu einem besonderen Ereignis aufreißt und einem dann die Kinnlade herunter fällt.

Benutzeravatar
bossi
Fähnrich
Fähnrich
Beiträge: 724
Registriert: Mi 23. Nov 2016, 09:27
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 17 Mal
Kontaktdaten:

Re: Warnung vor...

Beitragvon bossi » Mi 19. Apr 2017, 12:36

falls ich mal etwas teureres von privat kaufen sollte (egal ob rum, ober was anderes), werde ich es genau so machen... danke für den tipp!

SecondDram
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 366
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 17:33
Hat sich bedankt: 50 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon SecondDram » Mi 19. Apr 2017, 12:54

Unseren Postmann als Zeuge?

"Ja, da war eine Flasche drin. Der Herr xy meinte, dass die anders aussehen müsste. Für mich sah das wie eine normale Flasche aus. Was da drin war? Ich habe es nicht probiert. ..."

Wenn dann min. einen neutralen Zeugen besser zwei mitnehmen. Oder gleich darauf verzichten bzw. teurer aus seriöser Quelle kaufen.

Wenn ich manchmal sehe "he, habe ich in Italien bestellt und billiger bekommen als Du".
Geiz ist (un)geil. Und zu verschenken hat fast keiner was...
Spiel mir das Lied vom Malt...

I’m a poor lonesome cowboy, I’m a long long way from home...

Benutzeravatar
linus
Obermaat
Obermaat
Beiträge: 243
Registriert: Mi 23. Nov 2016, 10:24
Wohnort: 51570
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 13 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon linus » Mi 19. Apr 2017, 12:57

Ok, schon mal ganz gut.
Aber da ist nun noch nichts zu PayPal gesagt.

Es gibt auch "Verkäufer" oder auch Händler die schon auf die Nase gefallen sind.
Weil wie oben geschrieben, die Ware angekommen ist, aber der dreiste Käufer, in diesem Falle, fix Paypal einschaltet und
behauptete nicht bekommen zu haben und das Geld gesperrt ist.

Schwarze Schafe gibt es auf allen Seiten und mehr oder weniger sollte man seinen gesunden Menschenverstand neu schärfen.
Proben Bar & Lounge
"Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)

Rumturner
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 286
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 21:57
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 14 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon Rumturner » Mi 19. Apr 2017, 12:58

Hatte mal vor ein paar Jahren einen ähnlichen Fall mit einer Uhr aus Spanien, allerdings zum Glück mit Paypal gezahlt. Im Paket war statt der bestellten Uhr ein leeres Gehäuse. Der Verkäufer hatte auch fein säuberlich alles fotografiert und es aufs Versandunternehmen geschoben, im Kontext zu unserem anschließenden Schriftverkehr kam mir das allerdings recht spanisch vor.

Benutzeravatar
casaBARcardi
Rumverwalter
Rumverwalter
Beiträge: 1177
Registriert: Mi 10. Feb 2016, 06:24
Wohnort: Wilhelmshaven
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 120 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon casaBARcardi » Mi 19. Apr 2017, 13:03

bossi hat geschrieben:
splashi007 hat geschrieben:Wahrscheinlich hatte der Verkäufer auch kein PayPal angeboten. Kostet leider für Verkäufer auch eine Gebühr. Dafür kann man sich als Käufer aber absichern. Keine/flasche Ware - Geld zurück. PayPal ist da ziemlich zuverlässig und auf Seiten des Käufers falls der Verkäufer nichts vorweisen kann.


ich kenn mich bei transaktion überhaupt nicht aus, da ich bei privatkauf übers internet noch keine erfahrung habe, ABER:

heißt das nicht im umkehrschluss, dass man auch als käufer betrügen kann? ich kauf so einen velier und behaupte hinterher, dass da nur ein marmeladen glas drin war und fordere bei paypal mein geld zurück?!

Das stimmt, PayPal ist da seeeeehr zuverlässig. Kann das als Verkäufer bestätigen. Habe etwas verkauft und genau das ist passiert...
Der Käufer hat behauptet, die Ware wäre kaputt angekommen (Ihr wisst wie ich einpacke !!!) Er hat sich jedoch geweigert den Schaden bei DHL zu melden oder mir Fotos zu senden und auch sonst hat der sich auf alles mit dem Arsch gesetzt und bei PayPal nen Fall geöffnet. Ende vom Lied war, ich war die Ware los, PayPal hat das Geld bei mir abgezogen (so das ich ins MINUS gesetzt wurde da ich es
zwischenzeitlich schon für andere Einkäufe genutzt hatte
) und ich konnte NICHTS dagegen machen... Klar, hätte nen Anwalt etc.
einschalten können aber für knapp 60 Euro tut das ja keiner. Und erfolgreich wäre das wohl auch nicht gewesen... Seit diesem Ereignis
biete ich kein PayPal bei EBay mehr an. Wenn dann nur ohne Käuferschutz unter Freunden. PayPal nutze ich aus eben diesem Grund
NUR für Käufe ! Denn für "Null Rechte" dann als Verkäufer auch noch die Gebühren zu zahlen ist der absolute Hammer. Normalerweise sollte der Käufer die Gebühren zahlen, der hat ja auch den Schutz...
"Ein Rum vor 10 macht einen nicht zum Alkoholiker, sondern zum PIRATEN!" :pirat_saber_parrot:

Sample-Liste: casaBARcardi Samples
Aktuelle FT: FT Mount Gay und Appleton

Benutzeravatar
Flo
Fähnrich
Fähnrich
Beiträge: 573
Registriert: Mo 28. Nov 2016, 17:53
Wohnort: Der echte Norden
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 54 Mal
Kontaktdaten:

Re: Warnung vor...

Beitragvon Flo » Mi 19. Apr 2017, 13:05

Bei Uhren habe ich das auch immer so gehandhabt wie SMDWR. Bei Rum sind mir diese Größenordnungen eher fremd. Aber falls ja, wäre das daher auch meine dringende Empfehlung!

Und als Verkäufer würde ich grundsätzlich kein Paypal verwenden, glaube ich.

EDITH sagt: siehe Casa. Unglaublich... aber bossi hat ja bereits durch logisches Kombinieren offen gelegt, dass es wohl wirklich so einfach sein dürfte.
Zuletzt geändert von Flo am Mi 19. Apr 2017, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
casaBARcardi
Rumverwalter
Rumverwalter
Beiträge: 1177
Registriert: Mi 10. Feb 2016, 06:24
Wohnort: Wilhelmshaven
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 120 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon casaBARcardi » Mi 19. Apr 2017, 13:05

Achso, der "Betrogene" hatte bank transfer gemacht... PayPal wurde logischerweise aus o.g. Gründen nicht angeboten !
"Ein Rum vor 10 macht einen nicht zum Alkoholiker, sondern zum PIRATEN!" :pirat_saber_parrot:

Sample-Liste: casaBARcardi Samples
Aktuelle FT: FT Mount Gay und Appleton

rumLove
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 265
Registriert: Sa 24. Dez 2016, 15:40
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon rumLove » Mi 19. Apr 2017, 13:11

splashi007 hat geschrieben:Wahrscheinlich hatte der Verkäufer auch kein PayPal angeboten. Kostet leider für Verkäufer auch eine Gebühr. Dafür kann man sich als Käufer aber absichern. Keine/flasche Ware - Geld zurück. PayPal ist da ziemlich zuverlässig und auf Seiten des Käufers falls der Verkäufer nichts vorweisen kann.


Nein, kein Paypal. Aber die Flasche hat er ja scheinbar an irgendwen verscheuert...

http://feedback.ebay.de/ws/eBayISAPI.dl ... llFeedback

http://www.ebay.de/itm/RUM-CARONI-1983- ... 7675.l2557


Wenn jemand über Jahre hinweg bei ebay über 500 positive Rückmeldungen erhalten hat (als Verkäufer wohlgemerkt), dann geht man da auch eigentlich nicht davon aus, über den Tisch gezogen zu werden.

Den Vorschlag, das Päckchen vor den Augen der Postmitarbeiter zu öffnen halte ich für sehr sinnvoll, dafür darf es natürlich nicht beim Nachbarn abgegeben worden sein... ;)

ferrum
Maat
Maat
Beiträge: 127
Registriert: Fr 10. Feb 2017, 12:44
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal
Kontaktdaten:

Re: Warnung vor...

Beitragvon ferrum » Mi 19. Apr 2017, 14:28

Also von Paypal kann ich auch grundsätzlich als Verkäufer nur massivst abraten. Es gibt kaum ein unseriöseres Unternehmen mit offizieller Banklizenz. Ich selbst hatte ebenfalls schon mal einen Fall, wo ich privat etwas über eBay verkauft habe und der Käufer mit Paypal bezahlte. Angeblich sei die Ware defekt angekommen, woraufhin ich angeboten habe, er möge mir doch bitte Bilder von der Ware schicken und wir klären das über die DHL Transportversicherung. Die ist nämlich wirklich recht kulant bei allem was unter 500€ ist.
Stattdessen allerdings stellte er bei Paypal einen Antrag auf Käuferschutz. Ich widersprach und bot erneut an, das über die Transportversicherung zu lösen. DHL möchte aber verständlicherweise Nachweise haben, dass die Ware wirklich beschädigt ist. Paypal offensichtlich nicht, denn nachdem er nun auch wieder mein Angebot ablehnte schaltete sich ein Mitarbeiter von Paypal ein und sage und schreibe 3!! Minuten, nachdem die Sache an Paypal gegangen war, entschied ein x-beliebiger Mitarbeiter, der namentlich nirgendwo erwähnt wurde, dass der Käufer Recht hat.
Wenige Sekunden später wurde mein Paypal Konto (auf dem ich zum Glück nie Geld stehen lasse) um den entsprechenden Betrag + Rücksendekosten (ich habe keine kostenlose Rücknahme angeboten), die dem Käufer ebenfalls erstattet wurden, ins Minus gesetzt.
Paypal forderte mich nun im Tagestakt dazu auf das Konto bitte auszugleichen, da ich jegliche Abbuchungen von meiner Bank zurückgehen ließ.
Ich schrieb Paypal daraufhin mehrfach an und bat um Erklärung auf welcher Rechtsgrundlage sich bitte eine Bank in Kaufverträge von Privatpersonen einmischt. Mir wurden dann, wie zu erwarten, nur die jeweiligen Passagen zum Käuferschutz aus den AGB von Paypal zitiert. Mein Hinweis darauf, dass ich die AGB kenne, diese aber niemals über geltendem Recht stehen können und man mir doch bitte die Rechtsgrundlage nennen möge, blieb unbeantwortet.
2 Wochen später erhielt ich eine eMail von einem Inkassounternehmen (Anwaltskanzlei) mit dem Hinweis "vorab per Mail", mit einer lächerlich angewachsenen Rechnung, welche ich nun an sie bezahlen solle. Die Paypal Rechnung wurde mal eben um schlappe 178% mit Mahngebühren, Inkassogebühren und sonstigen Auslagen erhöht. Dazu ein wunderbar kurzes Zahlungsziel von 5 Tagen, bevor man rechtliche Schritte einleiten würde, die mich deutlich mehr kosten würden...
Es war schon fast peinlich mit wie vielen Unzulässigkeiten und welcher Dreistigkeit diese Mail formuliert war.
Ich schrieb eine Mail zurück, dass sie als Anwälte es ja eigentlich schon besser wissen sollten, ich aber auch an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen möchte, dass hier noch immer § 433 ff. gilt und ich bis heute noch keine Rechtsgrundlage für dieses Verhalten Seitens Paypal genannt bekommen habe und ob sie das nun vielleicht endlich mal aufklären könnten? Weiter, dass ihnen ja sicher bewusst ist, dass die Mahngebühren den Streitwert nicht übertreffen dürfen, die Auslagen viel zu hoch angesetzt wurden und die Frist völlig unangemessen kurz ist.
Ich bat um sofortige Einleitung rechtlicher Schritte, damit dieses Geschäftsgebaren mal rechtlich geprüft wird und hab mal die Frage in den Raum gestellt, ob das Verhalten Paypals dann nicht eigentlich Diebstahl ist. Immerhin haben sie ohne rechtliche Grundlage über mein Geld verfügt bzw. es versucht. Auch den Namen des Mitarbeiters von Paypal hätte ich gern noch erfahren, denn ich würde gern die Person kennen lernen, die innerhalb von 3 Minuten ohne Bilder und Sachkenntnis ein qualifiziertes Urteil treffen und vollstrecken konnte. Die Gerichte würden sich um solch qualifizierte Richter wahrlich reißen.
Nun ja, was soll ich sagen. Ich erhielt leider keine Antwort auf meine Mail und auch den versprochenen Brief (Erinnerung: vorab per Mail) ist man mir bis heute leider schuldig geblieben. Ich habe nie wieder was von Paypal oder der Kanzlei gehört. Dafür bekomme ich aber seit dem die Meldung "technischer Fehler" wenn ich mich in mein Paypal Konto einloggen möchte :lol:
Natürlich haben die von mir auch bis heute keinen Cent gesehen und werden es in diesem Leben auch nicht mehr. Die spielen einfach mit der unbegründeten Angst der Leute vor Anwälten und Inkassounternehmen. Aber auch die können geltendes Recht nicht aushebeln und auch hier gibt es viele schwarze Schafe, die mit der Unwissenheit der Menschen spielen und damit leider noch zu oft Erfolg haben.

Ich schreibe das hier so detailliert, damit möglichst viele Leute Paypal Boykottieren und damit die, die vielleicht auch Streit mit Paypal haben sich nicht von denen Einschüchtern lassen. Das Recht ist auf eurer Seite.
Zuletzt geändert von ferrum am Mi 19. Apr 2017, 17:33, insgesamt 2-mal geändert.

splashi007
Bootsmann
Bootsmann
Beiträge: 440
Registriert: Do 22. Dez 2016, 15:13
Wohnort: Baden-Württemberg
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon splashi007 » Mi 19. Apr 2017, 17:02

Krass, das hatte ich noch nicht. Selbst als ich mal was aus China per getracktem Versand bestellt hatte und das einfach nicht ankam geschweige denn der Verkäufer mir überhaupt eine Sendungsbestätigung geschickt hat, hat PP dem Verkäufer 3 Wochen Zeit zum antworten gegeben. Nach den 3 Wochen hatte ich dann mein Geld wieder. Ware kam dann nach etwa 4 Monaten statt der vom Verkäufer angegebenen maximalen 2 Monate an, aber wer mir weder auf Anfragen antwortet, noch versichert schickt obwohl so angegeben und noch nicht mal eine Versandbestätigung schickt obwohl in der Bestellmail auch versprochen, der verdient das nicht anders.

Wie gesagt, deinen Fall kann ich mir echt nicht erklären. Noch nie davon gehört, bin aber auch ehrlich, wenns die andere Seite auch ist.

ferrum
Maat
Maat
Beiträge: 127
Registriert: Fr 10. Feb 2017, 12:44
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal
Kontaktdaten:

Re: Warnung vor...

Beitragvon ferrum » Mi 19. Apr 2017, 17:23

Das scheint oft einfach im Ermessen des jeweiligen Sachbearbeiters zu liegen.
Ich kenne da leider mehrere solcher Fälle. Aber selbst in deinem Fall hätte Paypal dir das Geld eigentlich nicht wieder geben dürfen. Sicher war das hier zu deinem Vorteil, aber rechtlich korrekt ist es nicht und genau dieses System wird eben gern auch ausgenutzt. Von beiden Seiten im Übrigen. Es gab nämlich auch mal ne Zeit, da war Paypal eher verkäuferfreundlicher und hat einen DHL Trackingbeleg eines Pakets als ausreichenden Nachweis über einen korrekten Versand der Ware angesehen. Was sich im Paket befand war uninteressant. Solange man das als Verkäufer nachweisen konnte, hatte man quasi automatisch Recht. Mittlerweile ists eben das andere Extrem zu Gunsten der Käufer.
So oder so aber, ist keine der beiden Regelungen zulässig und das merkt man eben auch sofort, sobald man versucht das anzufechten. Paypal lässt sich da auf keinerlei Rechtsstreite ein und schreibt dann lieber die jeweils strittige Summe ab. Deren eigene Rechtsabteilung weiß ja natürlich auch, dass sie solche Fälle in Deutschland bzw. der EU verlieren würden.

Kannst ja mal versuchen dein Geld von der Sparkasse oder welcher Bank auch immer wieder zu kriegen, wenn du glaubst betrogen worden zu sein. Die werden dich dann freundlich darauf hinweisen, dass sie damit rein gar nichts am Hut haben und du bitte zur Polizei gehen sollst. Und das ist auch völlig richtig so. Nur Paypal meint eben Bank, Polizei, Richter und Henker in einem sein zu müssen.

Benutzeravatar
happi77
Matrose
Matrose
Beiträge: 83
Registriert: Fr 17. Feb 2017, 12:43
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Warnung vor...

Beitragvon happi77 » Mi 19. Apr 2017, 19:08

Vielen Dank für die Infos, auch von ferrum!

Ich rate dazu, solch teure Sammlerstücke ausschließlich bei ausgewählten Auktionshäusern zu kaufen/verkaufen.
whisky.auction
& scotchwhiskyauction.com
Kontrollieren die Flaschen vor Veröffentlichung, d.h. man bekommt wahrscheinlich schonmal kein nachgefüllten fake.
(Andere eventuell auch, ich weiß es aber sicher von den beiden)

Hier ein paar Details zu den Faked Flaschen:
https://scotchwhisky.com/magazine/latest-news/12984/sophisticated-fake-whisky-setup-exposed/

Hier ein 4min Clip in Englisch mit Tips zum erkennen:
https://www.youtube.com/watch?v=ZvJlFinh4hY

Der "Whisky Botschafter" ralfystuff @ youtube hat auch Clips dazu veröffentlicht: 275a/b & 624

Grüße happi
Zuletzt geändert von happi77 am Mi 19. Apr 2017, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.


Zurück zu „Neuigkeiten & Infos“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste